Survivorship Clinic – Sprechstunde LangzeitüberlebenAktuelle Sprechstunde

Ein Projekt der Charité – Universitätsmedizin Berlin

Survivorship Clinic

Sprechstunde für Langzeitüberlebende mit gynäkologischer Tumorerkrankung

Das Projekt

Eine neue Perspektive auf das Langzeitüberleben

Die Nachsorge bei Frauen mit einer gynäkologischen Krebserkrankung erstreckt sich meist über fünf bis zehn Jahre. Viele Betroffene leben jedoch noch lange danach mit Folgen der Erkrankung und ihrer Behandlung – etwa Fatigue, Inkontinenz, neurologischen Beschwerden oder seelischen Belastungen.

Im Innovationsfondsprojekt Survivorship Clinic wurde deshalb an der Klinik für Gynäkologie der Charité eine spezialisierte Sprechstunde aufgebaut und wissenschaftlich evaluiert. Untersucht wurde, ob sie Langzeitnebenwirkungen früher erkennt, die Lebensqualität verbessert und eine tragfähige neue Versorgungsform sein kann.

Die Studie ist beendet. Die folgenden Informationen dokumentieren den ursprünglichen öffentlichen Studienbereich. Aktuelle Angaben zur fortgeführten Sprechstunde finden Sie auf der Website der Charité.

5 JahreProjektlaufzeit
2 StudienarmeIntervention und Kontrolle
6 ZentrenBerlin und Kontrollzentren
12 MonateTeilnahmedauer je Patientin

Häufige Fragen

Informationen für Patientinnen

Die Antworten beziehen sich auf den inzwischen abgeschlossenen Studienablauf.

Kann ich an der Survivorship Clinic teilnehmen?

Die Rekrutierung wurde erfolgreich beendet. Eine Studienteilnahme ist nicht mehr möglich. Teilnehmen konnten Langzeitüberlebende, deren Erstdiagnose mindestens fünf Jahre zurücklag, nach:

  • Eierstock-, Eileiter- oder Bauchfellkrebs
  • Gebärmutterkörperkrebs
  • Gebärmutterhalskrebs

Informationen zum heutigen Versorgungsangebot finden Sie bei der Charité.

Wo fand die Studie statt?

Die Studie wurde an folgenden Zentren durchgeführt:

  • Charité Campus Virchow-Klinikum, Berlin (Interventionsgruppe)
  • Technische Universität Dresden (Kontrollgruppe)
  • Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (Kontrollgruppe)
  • Universitätsklinikum Tübingen (Kontrollgruppe)
  • Klinikum Wolfsburg (Kontrollgruppe)
  • Klinikum Fürth (Kontrollgruppe)
Welche Vorteile gab es für die Teilnehmerinnen?

Mit ihrer Teilnahme trugen die Patientinnen dazu bei, das Wissen über Langzeitüberleben nach gynäkologischen Tumorerkrankungen zu erweitern und eine Versorgungslücke zu untersuchen.

Die Interventionsgruppe erhielt eine Tumornachsorge, ein Screening auf Langzeitnebenwirkungen, Beratung zu Prävention, Ernährung, Bewegung und Sexualität sowie einen individuellen Survivorship Care Plan. Bei Bedarf erfolgte eine Mitbehandlung im interdisziplinären Team.

Wie lief die Teilnahme an der Studie ab?

Zu Beginn fanden ein ausführliches Gespräch, Fragebögen zur Lebensqualität und zu Langzeitnebenwirkungen sowie – in der Interventionsgruppe – Tumornachsorge, medizinische Untersuchungen und Beratungen statt.

Nach drei, sechs, neun und zwölf Monaten wurden weitere Fragebögen erhoben. In der Interventionsgruppe gab es drei Präsenztermine: zum Studieneinschluss, nach sechs Monaten und zur Abschlussvisite nach zwölf Monaten. Der Survivorship Care Plan wurde im Verlauf gemeinsam angepasst.

Wie lange dauerte die Studie für eine Patientin?

Die Teilnahme dauerte insgesamt zwölf Monate.

Wie hoch war der zeitliche Aufwand?

Für die Interventionsgruppe waren drei Präsenztermine sowie Fragebögen nach drei und neun Monaten vorgesehen. Je nach festgestellten Langzeitnebenwirkungen konnten weitere Termine im interdisziplinären Team hinzukommen.

In der Kontrollgruppe gab es eine Erstvorstellung und Fragebögen nach drei, sechs, neun und zwölf Monaten.

Wie erfolgte der Zugang zur damaligen App?

Teilnehmerinnen der Interventionsgruppe Berlin/Brandenburg erhielten einen pseudonymisierten Zugang zur Studien-App sowie eine Informationsbroschüre. Dieser geschützte Studienbereich wird nach Projektende nicht mehr öffentlich angeboten.

Wo finde ich heute weitere Informationen?

Aktuelle Informationen, Kontaktdaten und Hinweise zur Terminvereinbarung finden Sie auf der Website der Frauenklinik der Charité.

Survivorship-Sprechstunde der Charité

Für medizinisches Personal

Informationen für Ärztinnen und Ärzte

Worum ging es bei der Studie?

Mehr als die Hälfte der Langzeitüberlebenden berichtet auch nach der regulären Nachsorge über Beschwerden. Die Studie untersuchte eine interdisziplinäre Survivorship-Sprechstunde als neue Versorgungsform und wurde durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses gefördert.

Wie kann ich heute eine Patientin in der Charité vorstellen?

Die damalige Studie ist abgeschlossen. Für Überweisungen und aktuelle organisatorische Angaben nutzen Sie bitte die Informationen der Frauenklinik der Charité. Die regulären Vorsorgeuntersuchungen verbleiben bei den weiterbehandelnden Ärztinnen und Ärzten.

Aktuelle Informationen der Charité
Wo finde ich die öffentliche Studiendokumentation?

Ziele, Studiendesign, beteiligte Zentren und der historische Projektflyer sind auf der Studienseite öffentlich dokumentiert.

Mehr zur Studie

Inhalte der damaligen Sprechstunde

Interdisziplinär und individuell

Langzeitfolgen

Erkennen und Behandlung etwa von Fatigue, Polyneuropathie, Chemobrain oder Osteoporose.

Nachsorge

Tumornachsorge, Prävention, Screening und ein individueller Survivorship Care Plan.

Beratung

Psychoonkologie, Ernährung, Bewegung, Sozialdienst, Sexualmedizin und weitere Fachbereiche.

Versorgungsforschung

Wissenschaftliche Evaluation einer neuen, interprofessionellen Versorgungsform.

Konsortialführung

Unser Team

PD Dr. med. Hannah Woopen
Projektleiterin

PD Dr. med. Hannah Woopen, MSc

Leiterin der AG Survivorship an der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Prof. Dr. med. Dr. h.c. Jalid Sehouli
Klinikdirektor

Prof. Dr. med. Dr. h.c. Jalid Sehouli

Direktor der Klinik für Gynäkologie mit Zentrum für onkologische Chirurgie der Charité.

Netzwerk

Gemeinsam für eine bessere Versorgung

Das Projekt verband klinische Versorgung, Evaluation und Gesundheitspartner.

CharitéKonsortialführung und evaluierende Einrichtung
StudienzentrenDresden, Fürth, Hamburg, Tübingen und Wolfsburg
NOGGO e. V.Nord-Ostdeutsche Gesellschaft für Gynäkologische Onkologie
KrankenkassenTechniker Krankenkasse und BARMER

Historische Projektunterlage

Flyer zur Survivorship-Clinic-Studie

Der Flyer dokumentiert den damaligen Studienstand. Teilnahmehinweise und Kontaktdaten darin sind nicht mehr aktuell.

Flyer herunterladen

Versorgung nach Projektende

Die Sprechstunde wird an der Charité fortgeführt.

Aktuelle Kontaktdaten, Termine und Informationen zur Vorstellung finden Sie direkt bei der Klinik für Gynäkologie der Charité.

Zur Survivorship-Sprechstunde