Langzeitfolgen
Erkennen und Behandlung etwa von Fatigue, Polyneuropathie, Chemobrain oder Osteoporose.
Aktuelle SprechstundeDas Projekt
Die Nachsorge bei Frauen mit einer gynäkologischen Krebserkrankung erstreckt sich meist über fünf bis zehn Jahre. Viele Betroffene leben jedoch noch lange danach mit Folgen der Erkrankung und ihrer Behandlung – etwa Fatigue, Inkontinenz, neurologischen Beschwerden oder seelischen Belastungen.
Im Innovationsfondsprojekt Survivorship Clinic wurde deshalb an der Klinik für Gynäkologie der Charité eine spezialisierte Sprechstunde aufgebaut und wissenschaftlich evaluiert. Untersucht wurde, ob sie Langzeitnebenwirkungen früher erkennt, die Lebensqualität verbessert und eine tragfähige neue Versorgungsform sein kann.
Die Studie ist beendet. Die folgenden Informationen dokumentieren den ursprünglichen öffentlichen Studienbereich. Aktuelle Angaben zur fortgeführten Sprechstunde finden Sie auf der Website der Charité.
Häufige Fragen
Die Antworten beziehen sich auf den inzwischen abgeschlossenen Studienablauf.
Die Rekrutierung wurde erfolgreich beendet. Eine Studienteilnahme ist nicht mehr möglich. Teilnehmen konnten Langzeitüberlebende, deren Erstdiagnose mindestens fünf Jahre zurücklag, nach:
Informationen zum heutigen Versorgungsangebot finden Sie bei der Charité.
Die Studie wurde an folgenden Zentren durchgeführt:
Mit ihrer Teilnahme trugen die Patientinnen dazu bei, das Wissen über Langzeitüberleben nach gynäkologischen Tumorerkrankungen zu erweitern und eine Versorgungslücke zu untersuchen.
Die Interventionsgruppe erhielt eine Tumornachsorge, ein Screening auf Langzeitnebenwirkungen, Beratung zu Prävention, Ernährung, Bewegung und Sexualität sowie einen individuellen Survivorship Care Plan. Bei Bedarf erfolgte eine Mitbehandlung im interdisziplinären Team.
Zu Beginn fanden ein ausführliches Gespräch, Fragebögen zur Lebensqualität und zu Langzeitnebenwirkungen sowie – in der Interventionsgruppe – Tumornachsorge, medizinische Untersuchungen und Beratungen statt.
Nach drei, sechs, neun und zwölf Monaten wurden weitere Fragebögen erhoben. In der Interventionsgruppe gab es drei Präsenztermine: zum Studieneinschluss, nach sechs Monaten und zur Abschlussvisite nach zwölf Monaten. Der Survivorship Care Plan wurde im Verlauf gemeinsam angepasst.
Die Teilnahme dauerte insgesamt zwölf Monate.
Für die Interventionsgruppe waren drei Präsenztermine sowie Fragebögen nach drei und neun Monaten vorgesehen. Je nach festgestellten Langzeitnebenwirkungen konnten weitere Termine im interdisziplinären Team hinzukommen.
In der Kontrollgruppe gab es eine Erstvorstellung und Fragebögen nach drei, sechs, neun und zwölf Monaten.
Teilnehmerinnen der Interventionsgruppe Berlin/Brandenburg erhielten einen pseudonymisierten Zugang zur Studien-App sowie eine Informationsbroschüre. Dieser geschützte Studienbereich wird nach Projektende nicht mehr öffentlich angeboten.
Aktuelle Informationen, Kontaktdaten und Hinweise zur Terminvereinbarung finden Sie auf der Website der Frauenklinik der Charité.
Survivorship-Sprechstunde der CharitéFür medizinisches Personal
Mehr als die Hälfte der Langzeitüberlebenden berichtet auch nach der regulären Nachsorge über Beschwerden. Die Studie untersuchte eine interdisziplinäre Survivorship-Sprechstunde als neue Versorgungsform und wurde durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses gefördert.
Die damalige Studie ist abgeschlossen. Für Überweisungen und aktuelle organisatorische Angaben nutzen Sie bitte die Informationen der Frauenklinik der Charité. Die regulären Vorsorgeuntersuchungen verbleiben bei den weiterbehandelnden Ärztinnen und Ärzten.
Aktuelle Informationen der CharitéZiele, Studiendesign, beteiligte Zentren und der historische Projektflyer sind auf der Studienseite öffentlich dokumentiert.
Mehr zur StudieInhalte der damaligen Sprechstunde
Erkennen und Behandlung etwa von Fatigue, Polyneuropathie, Chemobrain oder Osteoporose.
Tumornachsorge, Prävention, Screening und ein individueller Survivorship Care Plan.
Psychoonkologie, Ernährung, Bewegung, Sozialdienst, Sexualmedizin und weitere Fachbereiche.
Wissenschaftliche Evaluation einer neuen, interprofessionellen Versorgungsform.
Konsortialführung

Leiterin der AG Survivorship an der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Direktor der Klinik für Gynäkologie mit Zentrum für onkologische Chirurgie der Charité.
Netzwerk
Das Projekt verband klinische Versorgung, Evaluation und Gesundheitspartner.
Historische Projektunterlage
Der Flyer dokumentiert den damaligen Studienstand. Teilnahmehinweise und Kontaktdaten darin sind nicht mehr aktuell.
Versorgung nach Projektende
Aktuelle Kontaktdaten, Termine und Informationen zur Vorstellung finden Sie direkt bei der Klinik für Gynäkologie der Charité.
Zur Survivorship-Sprechstunde